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Der Strafbefehl über 100 Tagessätze

Sie haben einen Strafbefehl über 100 Tagessätze bekommen? Schöne runde Summe? Eher nicht. In vielen Verfahren werden die 100 Tagessätze vom Staatsanwalt nicht beantragt, weil die Summe so schön rund ist, sondern weil dieser Strafbefehl zwingend dazu führt, dass der Beschuldigte einen Eintrag im polizeilichen Führungszeugnis erhält. Wer zu mehr als 90 Tagessätzen bestraft wird, ist vorbestraft. Da ein Strafbefehl über 91 oder 95 Tagessätze ungewöhnlich wäre, werden die 100 Tagessätze beantragt, um als Nebenfolge der Bestrafung auch für die Vorstrafe zu „sorgen“. Wer also den Strafbefehl über 100 Tagessätze erhalten hat, muss besonders gut über den Einspruch nachdenken, denn wenn er den Strafbefehl rechtskräftig werden lässt, ist er vorbestraft.

 

Wann spielen die 100 Tagessätze im Strafbefehl keine Rolle?

100 Tagessätze?

100 Tagessätze?

Wer aus früheren Verfahren bereits einen Eintrag im Bundeszentralregister hat, der noch nicht gelöscht ist, dann spielt es keine Rolle, ob der neue Strafbefehl auf 90 Tagessätze oder auf 100 Tagessätze lautet. Denn die Privilegierung, dass Strafen unter 90 Tagessätzen nicht ins Führungszeugnis eingetragen werden, gilt nur für die erste Eintragung. Steht schon eine Strafe im Bundeszentralregister, führt die zweite Eintragung unabhängig von ihrer Höhe dazu, dass die Strafen ins Führungszeugnis kommen. Wer also sicher ist, dass er schon einen Eintrag im Register hat, ist so oder so vorbestraft, egal, ob der Strafbefehl mit 90 oder mit 100 Tagessätzen rechtskräftig wird.

 

Wann sollte man gegen die 100 Tagessätze vorgehen?

Wer bislang keinen Eintrag im Bundeszentralregister hat, sollte sich sehr gut überlegen, ob er die 100 Tagessätze akzeptiert oder nicht. Gelingt es in der Hauptverhandlung nach dem Einspruch, die 100 Tagessätze auf 90 zu reduzieren, dann bleibt das Führungszeugnis „sauber“. Die Chancen, die Anzahl der Tagessätze um diese zehn zu reduzieren, sind häufig gut – jedenfalls dann, wenn dem Beschuldigten ein engagierter Rechtsanwalt zur Seite steht.

 

 

Vorstrafe vermeiden! Beaten lassen!

Gerade beim Strafbefehl über 100 Tagessätze sind häufig die Chancen nicht schlecht, die Strafe zu reduzieren und so wenigstens die Vorstrafe zu vermeiden. Lassen Sie sich deshalb vom Fachanwalt für Strafrecht beraten.

 

Rechtsanwalt Albrecht Popken LL.M.

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht Albrecht Popken LL.M. verteidigt Mandaten in Berlin und bundesweit - nicht nur gegen Strafbefehle. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Verteidigung im Allgemeinen Strafrecht und im Verkehrsstrafrecht.

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