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Kosten Strafbefehl: Welche Kosten entstehen im Strafbefehlsverfahren?

Welche Kosten entstehen im Strafbefehlsverfahren und welche Kosten entstehen, wenn gegen den Strafbefehl Einspruch eingelegt wird?

Gerichtskosten im Strafbefehlsverfahren

Was kostet das StrafbfefehlsverfahrenWer im Strafverfahren verurteilt wird, hat die Kosten des Verfahrens zu tragen. Das Strafbefehlsverfahren macht auch hier keinen Unterschied zum regulären Strafverfahren mit Hauptverhandlung und Urteil. Allerdings sind die Kosten im Strafbefehlsverfahren niedriger als im regulären Strafverfahren, und zwar um die Hälfte. Geregelt sind die Kosten des Strafbefehls im Gerichtskostengesetz (GKG). Danach hängt die Höhe der Kosten von der Rechtsfolge im Strafbefehl ab. Bei einer Strafe bis zu 6 Monaten Freiheitsstrafe oder bis zu 180 Tagessätze betragen die Verfahrenskosten 70,- Euro, bei einer höheren Strafe 140,- Euro.

Welche Kosten können beim Strafbefehl neben den Gerichtskosten entstehen?

Neben den Gerichtskosten werden in jedem Fall die Auslagen für die Zustellung des Strafbefehls erhoben. In manchen Strafverfahren sind Kosten für Gutachten entstanden. Vor allem im Verkehrsstrafrecht (Trunkenheit im Verkehr, § 316 StGB) entstehen in der Regel Kosten für die Untersuchung der Blutalkoholkonzentration (BAK). Auch bei Betäubungsmitteldelikten entstehen Kosten für die Bestimmung der Wirkstoffkonzentration. In den allermeisten Verfahren bleibt es aber bei den Gerichtskosten und den Zustellungskosten – neben der Geldstrafe sind die Kosten des Strafbefehlsverfahrens also vergleichsweise überschaubar.

Kosten Strafbefehl: Welche Kosten entstehen nach einem Einspruch?

Nach einem Einspruch gegen den Strafbefehl kommt es  zur Hauptverhandlung (es sei denn, Ihr Rechtsanwalt erreicht die Einstellung des Verfahrens). Dann entstehen im Vergleich zum Strafbefehlsverfahren die doppelten Gerichtskosten, bei einem Urteil bis 180 Tagessätze also 140,- Euro, bei einer höheren Strafe 280,- Euro.  Wichtig: Zeugen, die zur Hauptverhandlung geladen werden, können Fahrtkosten und Verdienstausfälle geltend machen. Auch das sind Verfahrenskosten, die der Verurteilte am Ende des Verfahrens zu tragen hat. In der Regel sind auch das überschaubare Beträge. Reisen Zeugen allerdings von weit her an oder sind sehr viele Zeugen geladen, können hier weitere Kosten entstehen.

Und was ist bei einem Freispruch?

Die obigen Ausführungen gelten natürlich nur, wenn es zur Verurteilung kommt: Bei einem Freispruch werden die Verfahrenskosten und die Auslagen des Angeklagten der Staatskasse auferlegt. Zu den Auslagen Zählen auch die Kosten eines Rechtsanwalts. Erstattungsfähig sind allerdings nur die Gebühren, die dem Anwalt nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) zustehen würden. Wenn Sie mit Ihrem Anwalt eine Vergütungsvereinbarung abgeschlossen haben, die über das RVG hinausgeht, dann werden die Mehrkosten nicht erstattet. Diese Einzelheiten wird Ihnen aber Ihr Anwalt erläutern (und sollte er eigentlich auch bei Abschluss der Vergütungsvereinbarung erläutert haben).

 

Fragen zum Einspruch und zu den Kosten?

Höhere Kosten sind nicht das einzige Risiko nach einem Einspruch gegen den Strafbefehl. Auch die Strafe selbst kann höher ausfallen. Deshalb sollte ein Einspruch überlegt werden. Lassen Sie sich vom Fachanwalt beraten!

 

 

 

Rechtsanwalt Albrecht Popken LL.M.

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht Albrecht Popken LL.M. verteidigt Mandaten in Berlin und bundesweit - nicht nur gegen Strafbefehle. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Verteidigung im Allgemeinen Strafrecht und im Verkehrsstrafrecht.

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